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re: [weimar] gruss und hinweis
hallo im weiten rund...
hamster frank schrieb:
>bedarf an weiteren diskussionen besteht! so ist u.a.
>hans dieter hubers forderung nach ~qualitaetssicherung~ nicht
>diskutiert worden! wenn das schweigen als zustimmung zu deuten ist,
>will ich hiermit einspruch anmelden. qualitaetssicherung durch
>ausgrenzung halte ich in einem ~kollaborativen schreibprojekt~,
>ganz egal mit welcher oberflaeche, fuer falsch. der vorschlag passt
>jedoch sehr gut zu dem in weimar immer wieder angeklungenen
>schlachtruf: der autor ist tot - lang lebe der autor.
>ich bitte berichtigt zu werden, doch den vorschlag hatte ich so
>aufgefasst, dass ueber die begrenzung der mitglieder - einer noch zu
>gruendenden ~community~ - die qualitaet - einer inhaltlich noch naeher
>zu definierenden ~enzyklopaedie~ - gesichert werden solle.
ich denke ebenfalls, dass "qualitaetskontrolle" noetig ist. stellt
sich nur die frage, welches verfahren dabei akzeptierbar ist.
generell gilt meiner meinung: zur einfachheit der produktion,
zirkulation und konsumtion, um mich eines klassischen jargons zu
bedienen, von texten im internet sollte ein _adaequates_, ebenso
einfaches selektions- bzw. bewertungsverfahren hinzukommen, um die
neue leistungsfaehigkeit des netzes wirklich nutzen zu koennen.
denkbar waere der einsatz einer altgewohnten redaktion, im besten
falle sozusagen als die "kleine" demokratische loesung. doch sie
muss, bei hoher arbeitsbelastung der redakteure, einen enormen
aufwand betreiben, will sie wirklich fair urteilen, und kann dann
nur, relativ zum medium, viel zu langsam bei obendrein schlechter
aufloesung operieren. ein guter diktator (huebsch: "bandleader")
funktionierte eine zeitlang, gerade am anfang, entwickelt
mittelfristig dann aber einen zu hohen konfliktlevel. deshalb schlug
ich ja bereits vor, entweder ein scoring-verfahren einzufuehren
(rost, martin, 1999: industriealisierte wissenschaft. zwei projekte:
obm- und scoring-server; in: drossou, olga/ van haaren, kurt/
hensche, detlev/ kubicek, herbert/ mönig-raane, margret/ rilling,
rainer/ schmiede, rudi/ wötzel, uwe/ wolf, frieder otto (hrsg.),
1999: machtfragen der informationsgesellschaft, marburg: forum
wissenschaft, studien bd. 47: bdwi-verlag: 617-623 -
http://www.netuse.de/~maro/imd2_obmsv_scosv.html) oder aber, was ich
inzwischen raffinierter faende, zu einem forum parallel eine boerse
einzurichten, an der sich die wertschaetzung von beitraegen und
autoren ablesen liesse, indem die teilnehmer in beitraege oder
autoren zumindest symbolisch investierten (ich weiss nicht, ob nach
der cebit nun endlich vernuenftige infos zur verfuegung gestellt
werden: http://www.mindbrokers.com (oder .de - ich kann jetzt nicht
nachsehen.)
heiko, was ist an boerse igitt? als ich den vorschlag in weimar
unterbreitete, ohne zu glauben, dass die reichweite des vorschlags
sofort verstanden wird, hattest du, fuer deine verhaeltnisse
nachhaltig, widersprochen. ich finde, es handelt sich um eine
fantastische, dem medium angemessene idee, die sogar dem kuenstler,
der sich unverstanden fuehlt, genuegend raum zur selbstachtung
laesst, dummer plebs. eine boerse bietet das optimum an kollektiver
transparenz/entschiedenheit und kontingenz zugleich. ich wuenschte
mir, den unter umstaenden locker sitzenden antikapitalistischen
impuls genauer zu kanalisieren.
was sich als drittes pragmatisch sofort machen liesse, waere die
inanspruchnahme eines "vote-servers". ich habe ein kleines programm
geschrieben (und es hat inzwischen mehrere praxistests ueberstanden),
mit dem sich per e-mail eingesandte voten, die durchaus komplex
formuliert sein koennen, automatisch auszaehlen liessen.
(http://www.netzservice.de/home/maro/rfd_cfv.html)
gruss, martin
--
martin rost - http://www.netzservice.de/home/maro/ - germany, kiel
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